Steffi goes to America

Mein Aupair Abenteuer in den States

23rd Dezember 2009

The Paradox…

 

A year will pass by and we will stand on the brink of returning to a world where we are surrounded by the paradox where everything and yet nothing is the same. In one or two months we will reluctantly give our hugs and, fighting the tears, say good-bye to people who were once just names on a sheet of paper to return to people that we hugged and fought tears to say good-bye to before we ever left.
 
We will leave our best friends here to return to our best friends there. We will go back to the places we came from and go back to the same things we did last summer and every summer before. We will come into the town on that same familiar road, and even though it has been months, it will seem like only yesterday.
 
As you walk into your old bedroom, every emotion will pass through you as you reflect on the way your life has changed and the person you have become. You suddenly realize that the things that were most important to you a year ago don’t seem to matter so much anymore, and the things you hold highest now, no one at home will completely understand.
 
Who will you call first?
What will you do your first weekend home with your friends?
Where are you going to work?
Who will be at the party Saturday night?
What has everyone been up to in the past few months?
Who from school will you keep in touch with?
 
Then you start realizing how much things have changed, and you realize the hardest part of being an exchange student is balancing the two completely different worlds you now live in, trying desperately to hold on to everything all the while trying to figure out what you have to leave behind.
 
We now know the meaning of true friendship. We know whom we have kept in touch with over the past year and whom we hold dearest to our hearts. We have left our words to death with the real world. There have been times when we have felt so helpless being hours away from home when we know our families or friends needed us the most, and there are times when we know we have made a difference.
 
A few months from now we will leave. A few months from now we take down our pictures and pack up our clothes. No more going next door to do nothing for hours on end. We will leave our friends whose random e-mails and phone calls will bring us to laughter and tears this summer, and hopefully years to come. We will take our memories and dreams and put them away for now, saving them for our return to this world.
 
A few months from now we will arrive. A few months from now we will unpack our bags and have dinner with our families. We will drive over to our best friend’s house and do nothing for hours on end. We will return to the same friends whose random e-mails and phone calls have brought us to laughter and tears over the year. We will unpack old dreams and memories that have been put away for the past year.
 
In a few months we will dig deep inside to find the strength and conviction to adjust to changes and still keep each other close. And somehow, in some way, we will find our place between these two worlds. We will never forget this year in our life and the lesson we learnt here.
 
Are you ready?

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20th Dezember 2009

Schnee- und Gefühlschaos….

…. die Gefühlsachterbahn fährt munter weiter. Mal auf mal ab - wie sie gerade lustig ist. In der einen Sekunde Tränen in den Augen in der nächsten ein Lächeln auf den Lippen. Nicht mal in meiner schlimmsten Teenagerzeit, in der ich morgens sterben wollte und abends die Welt gerettet hab, hat ich dermaßsen starke Emotionsschwankungen. Und das Ganze gefällt mir so gar nicht. Um ehrlich zu sein, hab ich es noch immer nicht realisiert das ich MORGEN schon im Flugzeug gen Heimat sitze. Ich hab meinen Abend bis jetzt damit verbracht meine Koffer zu packen und nachdem Sassi sich einmal draufgesetzt hat sind sie jetzt auch zu - auch wenn ich morgen zwecks Übergewicht irgendwie nochmal umpacken muss. Ich denk es wird sich fast auf eine dritte Tasche hinauslaufen (müssen).

Ich hab alle meine Bilder abgemacht, meine Deko abgeräumt und es ist einfach nur unendlich traurig mein Zimmer plötzlich wieder so leer zu sehen. Am liebsten würd ich sofort wieder auspacken und alles etwas gemütlich gestalten.

Zudem hat uns gestern Nacht noch ein Schneesturm eingeholt. Eigentlich keine Überraschung, mich hätte es echt gewundert wär mein letztes Wochenende einfach “normal” abgelaufen. Es hat echt viel in kurzer Zeit geschneit und wir saßen auch heute erstmal mehr oder weniger fest. Nachdem ich mir beim Schlittenfahren Frostbeulen an den Füßen geholt hab, sich mein Fenster aus dem Auto verabschiedet hat, alle Geschäfte zwecks Schneewarnungen zugemacht haben und Supermärkte absolut leergekauft waren (kein Brot, keine Eier, keine Milch etc) waren wir früh wieder zu Hause - da frage noch einer wie mein Tag war….

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Und jetzt sitz ich hier in meinem leeren Zimmer, die Koffer vor der Tür, die vollgestopften Mülltüten unterm Bett und kann es nicht fassen das ich morgen Abschiedsgeschenke übergebe und mich von all den mir so lieb gewonnen Leuten verabschieden muss. …. und da läuft ein Tränchen…

Gute Nacht und bis in 3 Tagen!!!

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14th Dezember 2009

Gefühlsachterbahn

Es ist also soweit und meine wirklich letzte Woche ist angebrochen. Nächste Woche um diese Zeit sitz ich schon nicht mehr in meinem Überseezuhause sondern befinde mich im Flieger gen Deutschland. Um ehrlich zu sein, schockt mich diese Tatsache. Es gibt noch soviel was ich hier gern machen würd… ich hab super neue Freunde gefunden die mir den Abschied hier nochmal schwerer machen als er ohnehin schon ist. Und wenn ich von den Kinder Sätze hör wie “Ich adoptier dich” oder “Attasissy noooo airplane” bricht mir das (fast?) das Herz.

Ich hab heute früh angefangen Sachen auszusortieren aber ich konnt einfach nichts in den Koffer packen. Es ging einfach nicht. Es ist unglaublich schwer sein Leben von den letzten 18 Monaten das man so liebt in zwei Koffer zu packen. Abgesehen von der Tatsache das es alles so entgültig aussehen lässt. Somit hat es so geendet das ein Koffer schon fast gepackt war, wieder ausgeräumt wurde und jetzt aber wartend unter meinem Bett liegt…

Ich versuch jeden Augenblick der mir hier noch bleibt zu genießen. Die Kinder und ich hatten heute nen richtig guten Tag. Hatten jede Menge Spaß mit Fingermalfarben - rießen Sauerei miteingeschlossen. Und Abends sind wir mit Catherine noch in den botanischen Garten die Weihnachtslichter angucken. Nebenbei bemerkt: Die Weihnachtszeit macht es nicht wirklich leichter für mich zu gehen. Diese ganze sentimentale Stimmung mit melancholischen Christmassongs im Hintergrund…. das allein bringt mich ja schon fast zum weinen.

Ich glaub ich muss grad die größte Challenge bewältigen die mein AuPair Jahr für mich bereitgehalten hat und eine gute Lösung hab ich noch nicht gefunden - zu wissen das es keine gute Lösung gibt bescheert mir auch nicht unbedingt Glückshormone.

Soviel dazu und nun ne gute Nacht!

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12th Dezember 2009

Back from New Orleans und…

…. die nächsten Hiobsbotschaften standen schon vor der Tür. Dear God, es ist Weihnachtszeit und langsam würd es durchaus Zeit werden uns alle von Freakunfällen jeglicher Art zu befreien so das wir auch endlich die Adventszeit genießen können!!!

Ich komm also Montag von Nola nach Hause, ein schönes Wochenende mit vielen Hindernissen :), und nachdem mir Maria in die Arme gesprungen ist kam Bubi auf mich zugeKRABBELT - da hat’s ja schon das erstemal im Hinterkopf geklingelt. Catherine hat mir dann erzählt das er Sonntag früh gefallen is; der Nachbarshund hat ihn im Garten umgeknockt. Um die lange Story kurz zu machen, Dienstag hatten wir einen Termin beim Arzt und nachdem PatientFirst am Sonntag noch verkündet hat das alles in Ordnung sei hielten wir 2 Tage später ein Bild mit nem Knöchelbruch in der Hand…. da fehlen einem wirklich die Worte.

Bubi war also wirklich ganze 2 Wochen ohne Gips, wird dann vom Hund umgerannt und bricht sich am gleichen Fuß den Knöchel. Ich wusst echt nicht ob ich lachen oder weinen soll im ersten Moment. Aber wenn man das ganze Desaster optimistisch angeht muss ich sagen das er wenigstens keinerlei Schmerzen hat und auch keinen Gips mehr. Er trägt nen “big boot” den wir auch mal abnehmen können. Und es stört ihn auch nicht, er springt durch die Gegend wie noch vor 2 Wochen - und ich hab schon ein Weihnachtsgeschenk vorgezogen - was ihn natürlich auch nicht stört ^^

Soviel also dazu. In New Orleans hatten wir auch ne echt gute Zeit. Nachdem unser Flug gecancelt wurde und Suzie & Sarah ihren Anschlussflug in Houston durch vereiste Zuggleise verpasst haben sind wir hochmotiviert und gut gelaunt in den Samstagabend gestartet. Hatten Abends ne Jazzcruise auf der Nachez - dem einzigen Steamboat in Nola. War ne schöne Erfahrung und Suzie und ich haben die Jazztanzfläche gerockt und waren wohl Highlight des Abends. Wir sind mit großer Wahrscheinlichkeit auf einigen Chinesenfamilienvideos verewigt und wahrscheinlich im Asia-Youtube zu finden :D

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Sonntag gings dann früh ins weltbekannte “Cafe de Monde” indem das typische New Orleans Dessert Beignots serviert wird. Beignets sind sehr ähnlich mit Donuts und werden mit unendlich viel Puderzucker serviert. Ja, wir hatten unseren Spaß und nur ne kleine Puderzuckerschlacht :)

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Anschließend ging’s auf hat uns ein Esel-Pferd Mischling namens Diana Ross auf einer Kutsche durch den French Quarter geleitet. War super interessant. Wir hatten nen echt guten Guide der uns viele, interessante Dinge erzählt hat. Und so standen wir plötzlich vor der “Famous Door” (auf der Stars wie Elvis, Walt Disney etc. unterschrieben haben) oder der ältesten Bar Amerikas die immer noch nur mit Kerzen beleuchtet wird. Hat sich, trotz Kälte, echt gelohnt!!!

Danach haben wir uns dann in ne Bus auf Katrina-Tour begeben. Was interessant war, aber natürlich auch sehr traurig. Man sieht einfach immer noch wie sehr die Gegend um manche Nachbarschaften zerstört ist bzw einfach leer sind. Es stehen noch immer Wohnwägen vor Häusern in denen Familien wohnen weil sie noch nicht zurück ins Haus können was einen echt mitnimmt. Unser Busfahrer hat selbst in einer dieser

Nachbarschaften gewohnt und er hat sich zum Beispiel unheimlich über die Eröffnung eines Drugstores vor 6 Wochen gefreut - Drugstores die bei uns an jeder Ecke sind. War schon erschreckend, irgendwie.
Irgendwie weil man auf der anderen Seite eben auch sieht wie sich die Menschen dort bemühen ihre Stadt mit einer unglaublichen Motivation wieder aufzubauen. Man sieht eine Baustelle nach der anderen, es wird geputzt und gefegt was das Zeug hält, Schulen wieder aufgebaut und neue Nachbarschaften erschlossen. Was schön ist zu sehen - gerade weil es um die Stadt echt schade wär. New Orleans hat nen ganz besonderen Flair und es furchtbar schade würde das nicht mehr bestehen.

Nach der Bustour brauchten wir dann ne Stärkung und haben beschlossen wir gehen “Po Boys” essen. Po Boys sind für Nola typische Sandwiche die ihren Ursprung in den frühen Jahren der Stadt hatten in der die “armen” sich ein Sandwich für ganze 37Cent bestellt haben (Po Boy = poor Boy). Typisch für einen PoBoy ist “the france Bread” - wir würden sagen ne gute Weißbrotsemmel ^^ Und dann gab’s natürlich Muffalettas - der wühl berühmteste Po Boy.

Leider mussten wir anschließend Suzie und Co verabschieden weil deren Flug schon Sonntag Nachmittags back to Richmond ging. Sassy und ich sind noch kurz auf den Flea Market , haben dort unsere Souvenireinkäufe erledigt und haben uns dann auf den Rückweg zum Hostel gemacht. Abends haben wir uns dann zum eigentlichen Highlight unserer Reise aufgemacht - und zumindest meine Erwartungen wurden auch vollstens bestätigt. Wir sind in den Commanders Palace essen gefahren. Commanders Palace hat das wohl beste Essen in New Orleans - manche sagen wohl sogar in den USA. Und um es kurz zu machen ich hab noch nie so gut gegessen. Es war einfach unglaublich und ich weiß jetzt was das Wort “Geschmacksorgasmus” wirklich bedeudet ;)

Wir haben’s uns echt richtig gut gehen und die Cocktails schmecken lassen. Und auch wenn wir ein paar mal ein klein wenig durch Unwissen aufgefallen sind (bitte nimm nur ein Stück Brot und leg es auf deinen Teller…. *räusper*) hatten wir nen super schönen, unvergesslichen Abend. Danke Sassy - das “plötzlich Prinzessin” Gefühl werd ich ned so schnell vergessen, genauso wenig wie die “Plastiktrauben” und all die anderen Kleinigkeiten :)

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Montag gings dann wieder zurück nach Richmond und ich hab mich auch richtig gefreut die Kids wieder zu sehen. War schon etwas ruhig ohne die Beiden. Ja dann eben die Hiobsbotschaft von Bubis gebrochenem Ankle und ansonsten war die Woche, fast, wie immer. Fast weil Maria und ich wirklich nur noch am rumjammern sind. Maria hat jetzt auch beschlossen das sie die “AuPair Leute anruft und einen Adoptionsantrag für mich stellt” :D

Ach ich weiß einfach nicht wie meine Gefühlslage zurzeit ist. Meine Koffer stehen immer noch leer im Raum weil ich mich einfach nicht aufraffen kann auch nur ein Stück reinzupacken. Mir kommen die Tränen wenn ich daran denk mein Leben von den letzten 18 Monaten wegzupacken und leg ich Bubi zu seinem Mittagsschlaf hin endet das fast immer in Tränen. Ich freu mich natürlich auf Deutschland, aber ich würd eben auch gerne bleiben - beides irgendwie miteinander verbinden.

Aber jetzt fahr ich heute erstmal nach Virginia Beach, nochmal ein letztes mal das Meer genießen das ja mehr oder weniger vor  meiner Nase liegt und morgen in Williamsburg hoffentlich die letzten Weihnachtseinkäufe erledigen.

Ich meld mich nochmal…. bis bald!!

steffi

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4th Dezember 2009

und manchmal…

… kommt es doch noch besser als man denkt :)

Nach gedrueckter Stimmung von gestern Abend bezueglich SCHNEECHAOS in TEXAS (man kann’s nicht oft genug sagen…) scheint heute schon wieder die Sonne am Stimmungshimmel.

Nein, unser Flug ging nicht heute Abend wie ursprünglich geplant aber da Sassy und ich wohl die B-E-S-T-E-N Gasteltern der Welt haben, haben wir unser Wochenende einfach verschoben. Nämlich von Samstag bis Montag :)

Ja richtig gelesen, wir haben heut mit ihnen geredet und wir können bis Montag bleiben und nachdem ich an der Servicehotline meiner neuen Lieblingsairline dann meine letzten schlechten Stimmungshormone losgeworden bin hat die gute Dame doch auch tatsächlich einen Flug ohne Aufpreis für uns gefunden.

Der nette Herr vom Hostel hat uns unsere gebuchte Nacht einfach umgeschrieben - heißt wir müssen die Nacht von Sonntag auf Montag nicht bezahlen. Das Tourgeld ist verloren, aber heeey - es ist soviel besser als noch vor 24 Stunden, man will ja nicht nur - typisch deutsch - an allem nörgeln ne ;)

So, Koffer sind gepackt. Sandwiche geschmiert. Ipod neubestückt. Ich bin reisefertig - und werd mich jetzt noch ein paar Stündchen hinlegen bevor dann um 3:30am der Wecker mich aus den Träumen reißt :)

 Deutschland, bis BALD

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3rd Dezember 2009

Es kommt…

… immer anders als man denkt.

Eigentlich hab ich für heute Abend einen melancholischen “die letzten 20 Tage sind angebrochen” Eintrag geplant, vollgepackt mit viel Wehmut, Traurigkeit aber auch Vorfreude auf das was mich zurück in Deutschland erwartet - beschäftigt und wachgehalten werd ich grad mal wieder von einem dieser unzähligen unnatürlichen Schicksalsgegebenheiten.

Unser Trip nach New Orleans steht. Abflug geplant für morgen Abend. Zwischenstopp in Houston, Texas. Ankunft in New Orleans nachts. Die Touren für Samstag gebucht und in meinem Kopf hatte ich schon Pläne für Samstag morgen.

Ja, es kommt eben immer anders als man denkt und ich kann mich kaum an Flüge erinnern die wirklich ohne Probleme abliefen. Und wie es das Schicksal so will hab ich diesmal das größte Chaos - und nebenbei bemerkt auch nen richtig großen Geldverlust! DANKE

In Texas soll es morgen richtig arge schneien - alle Flüge dorthin sind gecancelt. Wir wurden umgebucht auf einen Samstagmorgenflug der leider erst nach mittags in Nola ankommt. Die geplante Swamptour - die übrigens schon bezahlt ist, können wir somit vergessen! Ich könnt heulen echt…

Der Trip war sowieso total knapp bemessen und jetzt wird uns nochmal nhalber Tag genommen… ach was, eigentlich fast ein ganzer! Bis wir am Hostel eingecheckt sind is es schon später Nachmittag… bin so enttäuscht und sauer. SCHNEE IN TEXAS?!?!? How odd is that????

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23rd November 2009

“Bubu goooo…”

… heute war der Tag der Tage auf den wir alle solange hingefiebert haben - mit Hoffen und Bangen. Nach Bubis zweiter OP die uns echt alle nochmal mit nem Schlag getroffen hat und mein Kleiner nochmal ne Woche sich nur von Wasser ernährt hat kam zwei Wochen später die erste gute Nachricht: Knochen heilt, Shortcast! Das war echt ein Erfolgserlebnis und dem Kleinen ging es damit so viel besser.

Letzte Woche wurd er aber dann richtig bös, sein Gips hat furchtbar gestört und wenn Wutanfälle normalerweise wegen Süßigkeiten und Co. auf dem Program standen waren sie die letzte Woche weil er ständig seinen Gips versucht hat “auszuziehen”. Und somit waren die meist gebrauchten Wörter letzte Woche wohl “Bubuuu gooo” - armer Spatz…

Gestern wurden dann die ersten Schritte im Gips gemacht… und heute, ja heute stand wieder ein Arzttermin auf dem Morgenplan.

Und manchmal kann es eben auch einfach so laufen wie es laufen sollte - oder sogar besser. Bubis Gips kam weg!!! Knochen ist super gerade verheilt und er wird keine Probleme haben. Mein Gott, ich hab mich so gefreut.
Er ist auch fleißig den ganzen Tag gelaufen, gehüpft, getanzt und gekraxelt. Er genießt es richtig uns plötzlich wieder wegzulaufen :) Und ich fands auch superschön ihn wieder laufen zu sehen. Wir hatten wieder super viel Spaß und hatten einfach wieder nen super schönen Tag und ich freu mich das meine letzten Wochen mit einem laufendem statt einem krabbelndem Bubi ablaufen werden.

Wobei ich beim nächsten Thema angelangt wäre. Der Countdown ist angebrochen und in 4 Wochen bin ich schon zurück in Deutschland. Das es nur noch 4 Wochen sind ist für mich kaum greifbar und mit vielen gemischten Gefühlen verbunden.
Die Welt nicht mehr mit Bubi zusammenerkunden zu können, seine Fortschritte nicht mehr miterleben zu können und Gedanken an meine Princhipessa und wie sie sich vom kleinen Monster in ein echt liebes Kind verwandelt hat machen mich furchtbar traurig und ich würd am liebsten die Zeit anhalten und genau hier stehenbleiben. Wenn ich daran denk das ich nochmal neugewonnene Freunde auf ungewisse Zeit verabschieden soll kommen mir die Tränen. Und doch bin ich auch so dankbar die letzten Monate hier verbracht haben zu dürfen - mit allen Höhen und Tiefen!! Es war echt nicht immer einfach und ich musst mich oft durchkämpfen. Aber he, wie heißt es so schön: Rückschläge machen einen auch nur stärker :)
Auf der anderen Seite kommt auch langsam die Vorfreude auf Deutschland. Freu mich alte Freunde wieder zu sehen, Papas Essen wieder zu genießen, richtiges Brot zu essen und auf die Atmosphäre in nem deutschen Café.

Auf Wiedersehen Deutschland, bis bald :)

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5th Oktober 2009

Neues aus der Desasterzone…

Und natürlich wär es zu schön gewesen wenn alles relativ unkompliziert verlaufen würde… warum einfach wenn’s eben auch kompliziert geht.

Waren heute den ganzen Nachmittag beim Arzt. Leider einem Arzt den meine Gasteltern nicht wollten und er hat sich auch als unfreundliches Asshole rausgestellt. Nach langem hin und her, unzähligen Telefonanrufen bei anderen Arztpraxen bei denen man immer (!) mit dem Anrufbeantworter verbunden wird und nen halben Nervenzusammenbruch meiner Gastmama später bin ich dann auch echt stinkig geworden. Das Ganze hat dann so geendet das Catherine einfach in die nächste orthopädische Klinik gefahren ist und dort gewartet hat bis ihr jemand nen Termin gegeben hat.

Unser toller Arzt von heute Vormittag hatte sein Diplom glaub ich bei Ebay gekauft. Kein Wissen, einfach mal geredet… so unfreundlich. Zum Davonlaufen!
Dr. Tuten von heute Nachmittag war dann wirklich ein Glücksgriff. Aber leider konnte auch er uns keine erfreulichen Nachrichten überbringen.

Alles was uns am Wochenende erzählt wurde hat sich nämlich leider aus falsch rausgestellt. Der Bruch ist nicht glatt sondern steht nach rechts außen. Und genau das muss gerade gerückt werden… heißt, mein kleiner Zwerg liegt morgen ab 6:15 im Krankenhaus und wird dann um ca. 7 operiert.  Anschließend wird bis zum Oberschenkel gegipst.

Er tut mir einfach so leid und es tut so verdammt weh ihn Stunde um Stunde nur “auaa” rufen zu hören und keiner kann ihm wirklich helfen. Außerdem hab ich Angst das morgen irgendwas schief läuft. Ich sehne jetzt schon den Anruf meiner Gasteltern herbei das alles gut verlaufen ist!

Für mich heißt das versuchen früh schlafen zu gehen um morgen um 5:00 fit für Maria (die mir übrigens mit ihrer dämlichen Attitude gewaltig auf die Eierstöcke geht und ich SO kurz davor bin ihr eine zu knallen!) bin und wir einigermaßen ausgeglichen in den Tag starten können.

Morgen Abend weitere - hoffentlich endlich positive - Neuigkeiten.

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2nd Oktober 2009

Ein Geburstag der unvergessen bleibt…

… leider im negativen Sinne.

Ich bin um ehrlich zu sein noch etwas durch den Wind und bring was heute Nachmittag passiert ist noch nicht wirklich auf die Reihe - muss meine Gedanken erstmal sortieren.

Mein Kleiner feiert heute seinen zweiten Wiegentage… Maria und ich haben das ganze mit einem frühen Geburtstagsständchen eingeläutet, wir hatten lecker Frühstück und nen echt schönen Vormittag. Als Überraschung sind wir drei zusammen auf die State Fair gefahren und hatten soviel Spaß.

Geendet hat das Ganze wirklich im Desaster. Wir sind Karusell gefahren und Bubi und ich sind beide gefallen. Ich weiß nicht warum… Bubi ist auf mich gefallen, hat sich dabei scheinbar seinen Fuß verdreht und am Karusell eingezwickt.

Wir waren bis eben in der Notaufnahme und der Fuß ist zweimal gebrochen. Er ist nur am weinen, hat fürchterliche Schmerzen. Akzeptiert die Schiene gar nicht und die Medikamente helfen auch nur spärlich.

Mir geht es einfach nur schlecht und ihn so zu sehen tut mir unheimlich weh. Ich fühl mich verdammt schuldig auch wenn eigentlich keine Schuld trifft. Hobie und Catherine sind - Gott sei Dank - umgehend nach Hause gekommen.

Scheiß Stimmung… der Tag bleibt wohl unvergessen. Ein Zweijähriger im Gips - tolles Ergebnis.

Will nach Hause…

 

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30th September 2009

Der Sonne entgegen…

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Hoffe es geht euch gut da drüben und ihr überlebt diverse Zeltfestlichkeiten alá Wiesn und Co. Trinkt ne Mass und esst nen Steckerfisch für mich mit, jaa? :)

Hier sind alle etwas angeschlagen, Fieber, Schnupfen und all die Dinge die ein Schulstart mit sich bringt breiten sich aus. Was aber auch bedeudet das ich seit Monaten endlich wieder mal um 8 in meinem Zimmer bin und das amerikanische Fernsehen genießen kann um nebenbei ein paar Zeilen zu tippen.

Letzte Woche Samstag hat - mal wieder - zu super unchristlichen Zeiten der Wecker geklingelt und das ich Tags zuvor erst spät im Bett war hat das Aufstehen nicht unbedingt leichter gemacht. Aber der Koffer war gepackt, die Tickets ausgedruckt und ich war mehr als startklar mich vom tristen Richmondherbstwetter zu verabschieden und der Sonne entgegen zu fliegen.

Der Flug lief problemlos, bis auf die üblichen Nackenschmerzen und die eingeschränkte Beinfreiheit war alles klar. (Diese beiden Dinge haben übrigens dazu geführt das ich beschlossen habe mich auf dem Flug nach Deutschland mit Schlafmitteln zu dopen - hier ja leicht im Drogeriemarkt erhältlich kein Problem!)

In Miami wurden wir von Wolken begrüßt die sich aber schnell verzogen haben. Eine Stunde später ist der Schweiß nur so gelaufen - waren dank Kälteeinbruchs in Richmond auch noch in den falschen Klamotten unterwegs - und wir haben schnell beschlossen das wir es uns einfach nur gut gehen lassen. Die Hitze und der eine Schluck zuviel hat dann dazu geführt das wir am frühen Nachmittag schon mächtig gut unterwegs waren.

He, aber wie heißt es doch: Drink all day, play all night - you’re in Miami trick :D

South Beach Miami hält was es verspricht - waren mitten im Art Deco Viertel, was echt schön war. Es ist richtig was los, super viele junge Leute, super viele Bars, Kneipen und Clubs. Weißer Sandstrand vor der Nase, Wasser in den verschiedensten Blautönen. Hier lässt es sich echt leben!

Sind dann Abends in ein griechisches Restaurant das mehr einem türkischen Nachtclub geähnelt hat, aber super lustig war. Sind dann noch zu “Wet Willis” - sehr bekannt hier, verkaufen nur geeiste Drinks. So lecker - und so gefährlich!

Hatten auf alle Fälle nen super Start in die Woche.

Sonntags haben wir den Morgen sehr gemächlich angehen lassen und sind dann nach Miami aufgebrochen. Nach dem obligatorischen Abstecher ins HardRock Cafe waren wir noch ein bisschen bummeln, die ersten Tourieinkäufe erledigen eben. Nachmittags sind wir auf eine Duck Tour (die Touren in denen man zuerst durch die Stadt fährt und der Bus zum Boot wird und man über’s Wasser schippert). War echt interessant. Hab das Haus von Steffi Graf gesehen und muss sagen die Frau ist wirklich bescheiden - im Vergleich zu all’ den anderen Häuschen sah ihr Reich eher aus wie die Garage des Nachbarn. :)

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 Im Hotel angekommen wurden dann die Partyvorbereitungen getroffen - was bei zwei Mädls ja schon ein bisschen dauern kann. Es wurde also geduscht, geschminkt, gesungen, getanzt, geföhnt, gestylt und ein bisschen getrunken und nach sage und schreibe 2 Stunden waren wir doch tatsächlich mit dem Ergebnis zufrieden und haben uns auf South Beachs Straßen begeben. Die Nacht wurde mit den weltgrößten und besten Mojitos eingeläutet und hat um sehr spät (oder früh?) mit Pizza und Cola zum Ausgleich geendet. They know how to party in Miami!
Das is’ alles was ich dazu zu sagen haben, Einzelheiten werden nicht bekanntgegeben und Fotos nicht veröffentlicht.

In der Nacht hat mich dann ein Kälteschock ergriffen und als ich total erschrocken aufgewacht bin war ich pitschenass - warum? Meine Bettnachbarin ist mit einer offenen Wasserflasche in der Hand eingeschlafen und hat die wohl irgendwann evorsichtig auf mich gekippt…. Ergebnis: Eine total verkaterte Steffi hat sich vor lauter Schreck erstmal wieder kräftig den Zeh gestoßen und ist über’s Bett gestolpert. Hab dabei wahrscheinlich das ganze Hotel geweckt - nicht meine Bettteilerin!!!! - und musste dann erstmal mit Handtückern etc weiterschlafen. What a night!

Soviel zu den ersten Tagen in Miami Beach. Die Zeit hatte es in sich, hat sich aber so gelohnt.
Montag haben wir uns dann voller Vorfreude auf den Weg zum Hafen gemacht und da haben wir auch schon unser Schiff erspäht. Super Gefühl und ich war dann auch echt aufgeregt. Einchecken ging schnell, läuft ab wie am Flughafen auch. Und dann sind wir erstmal in unsere Kabine, die zwar sehr klein war und sehr dunkel (Innenkabine), aber gemütlich und sauber. Und ich hatte ein Einzelbett… was war ich dafür dankbar!

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Sind dann erstmal ein bisschen auf dem Schiff rumgelaufen, was mehr einer kleinen Stadt geähnelt hat. Hier ein Restaurant, da ein kleiner Shop, hier eine Bar und da ein Casino. Unglaublich einfach. Nach kurzem Nickerchen bin ich dann noch zum Pool, wo ich natürlich gleich mal den Feueralarm zur Übung von Notsituation verpennt hab und ich somit schon vorm Ablegen erstmal beim Steward antanzen durfte um eine Einzelanweisung zu bekommen… ja, kein Kommentar. Da sind ungefähr 3000 Leute auf einem Schiff und ich ich verschlaf natürlich den Feueralarm, es hätte mich aber wirklich auch mal jemand wecken und mir das Fettnäpfchen ersparen können!

 Montag war für mich dann auch relativ schnell vorbei, zusätzlich zur oberen Blamage hab ich natürlich auch noch zu den Glücklichen gehört die erstmal richtig schön seekrank wurden. Wie es sich anfühlt? Als ob man Stunde um Stunde Kettenkarussell fährt, man ein Bier zuviel intus hat, du hast Hunger kannst aber nicht essen aus Angst über der Rehling zu hängen - einfach nur wunderbar. Bin also früh in’s Bett und bin auch erst wieder aufgestanden als wir am nächsten Morgen in Freeport - BAHAMAS - geankert haben. Ja und da waren wir also: Angekommen in den Bahamas.
Nachdem wir das Schiff verlassen haben wurden wir schon von den verschiedensten Musiktönen und super lieben Leuten am Hafen begrüßt.

Wir wurden also von unserem Gruppenleader abgeholt der uns über Freeports Straßen mit den lustigsten Erzählungen über die Bahamas, deren Kultur und Traditionen im Gepäck in einen kleines Naturschutzgebiet gefahren hat. Und hier hat unser erstes Abenteuer begonnen: Kayaken in den Bahamas.
Ich war von dem Anblick schon überwältigt. Es war ein kleiner Flusslauf vom Meer, überall Bäume, das hellblauste Wasser und einfach super schön. Wir also rein in unsere Kayaks und sind losgepaddelt. Und wir hatten unseren Spaß. Wenn ich auch mit den schwersten Armverletzungen aus der ganzen Geschichte rauskam - lasst es euch sagen: Bäume im Wasser und deren Äste bewegen sich nicht; auch nicht wenn du sie anschreist, das Kayak fast zum kippen bringst und die Paddel als Waffe gegen sie einsetzt. Ein Kampf den man nur verlieren kann… :D

Am Ziel angekommen mussten wir erstmal ein bisschen wandern und der Schweiß ist nur so getropft. Aber all’ die Anstrengung, der Kampf mit den Bäumen, die Schlacht mit dem Wasser - alles hat sich gelohnt. Wir wurden mit dem schönsten Ausblick, dem schönsten Strand den ich je gesehen habe belohnt. Ich hab wirklich ein Tränchen verdrückt. Ich hab sowas Schönes noch nie in meinem Leben gesehen. Weißer, feinster Sand, kristallklares Wasser in den verschiedensten Blautönen… ich hätte nicht gedacht das ein Stück Natur mich so überwältigen kann!! Ich hab jetzt auch schon sooft versucht das Szenario zu beschreiben, aber es geht einfach nicht. Ich bin einfach nur unheimlich dankbar das gesehen zu haben und hoffe es nie zu vergessen.

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Nach zwei Stunden war es dann leider auch Zeit wieder aufzubrechen um noch rechtzeitig auf’s Schiff zu kommen. Hatte ja schon etwas Bammel, aber komischerweise war meine Seekrankheit wie weggeblasen und ich hab mich super wohl gefühlt. Haben also zurück angekommen erst noch das Pooldeck unsicher gemacht, den Whirlpool genossen und dabei auf’s Meer geblickt. Das alles mit einem Cocktail in der Hand den man aus einer aufgeschnittenen Ananas schlürft - was will man mehr im Leben?

Mittwoch hieß der Zielort: Nassau.
Nassau ist wohl sehr bekannt für all’ die Diamentenläden und somit hab ich den Morgen erstmal in Nassau verbracht um mit Ada auf Diamantenjagd zu gehen. Ada hat nämlich sämtliche Coupons die auf dem Schiff auflagen gesammelt und so sind wir nur von Laden zu Laden und Ada hat ihre gratis Ohrringe und Co. abgestaubt. Ich bin in der Zeit - obligatorisch und wie immer - in’s HardRock Caffee und in den Bacardi Shop. Hab mit ein paar Einheimischen gequasselt und hab meine letzten Tourieinkäufe erledigt.
Nach’m Lunch wurden wir dann wieder abgeholt - diesmal ging’s per Wassertaxi zum Dolphin Encounter.
Die Fahrt dahin hat mich schon wieder total mitgerissen weil es einfach so schön war!

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Dort angekommen sind wir nach kurzer Einweisung mit den Seelöwen baden gegangen. Ach gott, was soll ich sagen… es war so lustig! Ich bin ja sowieso ein Fan von Seelöwen und dann hatten wir auch noch das Glück mit ner Kleinen schwimmen zu gehen und ich lieb diese Viecher mehr und mehr. He, wer würde nichtmal gerne von einem Seelöwen auf den Mund geküsst werden ;)

Per Wassertaxi ging’s dann auch wieder zurück zum Schiff und dort angekommen sind wir zuerst der Whirlpool-Cocktail Routine nachgekommen um uns anschließen für die Nacht fertig zu machen. Ada wollte das Casino austesten und ich hab - nach meinen Las Vegas Erfahrungen als Lucky Charm gedient. Ja was soll ich sagen…. ich war ein guter Lucky Charm. Ada hat tatsächlich beim ersten Versuch an der Slot Machine ganze 97$ gewonnen! Ein voller Erfolg also.

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 Ein gewisser Anteil wurde dann bei Roulette und Co. wieder verspielt, der Rest wurde in Drinks investiert. Nach erfolgreicher Nacht sind wir also glücklich ins Bett und haben uns auf unseren letzen Tag gefreut.

Am Donnerstag ging es nämlich dann auf eine Insel in der Mitte des Ozeans.
Haben uns dort eine Schnorchelausrüstung ausgeliehen, nachdem ich dann allerdings in die ersten rotleuchtenden Quallen geschnorchelt bin hab ich das Zeug ganz schnell zurückgegeben und hab für mich beschlossen das ich lieber nicht wissen will was da so unter mir kreucht und fleucht. Hab mir den ganzen Tag die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, hab in der Hängematte zwischen Palmen ein Nickerchen gehalten und hab mich dann total motiviert auf Wanderung begeben.

So, also das war so. Es war ein kleiner Wanderweg - SANDweg angemerkt - ausgeschrieben der zu einem Leuchtturm führen sollte. Ich also einen der Barkeeper gefragt wie weit das denn weg sei… die Antwort: Nur fünf Minuten, immer dem Sand nach. Ja gut dacht ich mir, kann ja nich’ so schwer sein und ich hab mich also spontan - ich schreib’s nochmal: spontan! - auf Wanderung begeben. Heißt: im Badeanzug, ohne Schuhe und ohne Wasserflasche losgestiefelt.
Nach 10 Minuten wurde der Sand unter meinen Füßen immer weniger. Aber da mir ja ein 5 Minutenweg versprochen wurde bin ich - dummerweise - weitergelaufen. Weitere 10 Minuten später war ich übersäht mit Mückenstichen (Kleidung kann so von Vorteil sein!) und kleine, fieße Steine haben sich in meine Fußsohlen gebohrt. Schmerzhaft kan nich euch sagen. Ich war aber sturr und bin weiter gelaufen… alleine, ich war glaub ich die einzig Verrückte die sich das Ganze antat. Um es kurz zu machen: Ich hab ganze 45 Minuten gebraucht um an diesem Leuchtturm anzukommen. Einen Leuchtturm den ich wirklich nur von weitem ansehen konnte weil nämlich alles andere zugewachsen war… mensch, war ich sauer. Und der Rückweg bestand aus Schimpftiraden die ich hier nicht wiedergeben will.
Zwischendrin hab ich auch noch in einen giftigen Baum gefasst der mir nen echt üblichen, schmerzhafen Ausschlag an der Hand gab. Die Mückenstiche wurden mehr und mehr, ein Lizzard hat mich angefallen, ich hatte unglaublichen Durst und ich glaub mein Hautturgor war schon mehr als erhöht. Nebenbei besteht meine Fußsohle jetzt aus ner extradicken Schicht Hornhaut!! Um es kurz zu machen: Ich dachte ich muss sterben… nie wieder auf eine einsame Insel - zumindest nicht mehr zum wandern!

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Zurück am Strand angekommen wurde ich von meiner überaus netten Reisepartnerin erstmal mit einem hämischen Grinsen begrüßt und hab meinen Wasserhaushalt wieder auf Vordermann gebracht. Und meine Füße abgekühlt - was in ca 28 Grad warmen Wasser übrigens nur mässig funktioniert.

Den Abend war dann noch große Party auf dem Boot. Es wurden die lustigsten Spiele gespielt und es war wieder eine kurze Nacht oder ein früher Morgen - wie auch immer. Und dann hieß es nach dem Freitagsfrühstück auch schon “Goodbye Norwegian Cruiseline” . Wir mussten auschecken und waren wieder in Miami angekommen.
Die Cruise war ne super Erfahrung und ich bin froh es mir geleistet zu haben. Die Bahamas haben einen Flair der sich nur schwer beschreiben lässt, die Menschen dort sind sehr offen, sehr redefreudig und interessiert. Das Essen schmeckt (oder sind meine Geschmacksnerven nach 15 Monaten USA einfach nur zerstört?) und auch wenn man sieht das die Leute dort wirklich oft an der Armutsgrenze leben wird ein unheimlich positives Lebensgefühl augestrahlt.

Ich würd gern nochmal auf die Bahamas für ein paar Tage an einem Ort bleiben nur um einen besser Einblick in die Kultur dort zu bekommen. Ich glaub man kann dort vieles lernen und mich nach Hause nehmen.

Der Freitag in Miami verlief ruhig. Sehr ruhig. Lagen den ganzen Nachmittag am Strand und sind abends nach’m Dinner ins Bett - und es tat gut.

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Samstag wurden dann früh’s schnell die Koffer gepackt - der letzte Tag war angebrochen. Und den wollten wir noch gebührend ausklingen lassen. Hieß das uns um 9 Uhr morgens der Bus abgeholt hat und wir uns auf den Weg in die Everglades gemacht haben.

 Sind dort auf ein Airboat und sind somit fast 90 Minuten durch die Everglades geschippert. Auch wieder ein Punkt den ich nun abhacken kann - auch die Everglades muss man selbst erlebt haben. Es ist ein echt irres Gefühl wenn die Alligatoren ganz nah an’s Boot kommen oder sich sogar den Kopf genau neben dir stoßen und du wirklich nur 5cm davon entfernt bist. Das Ganze Gebiet um die Everglades ist auch wieder ein Naturschauspiel für sich - auch wenn dieses Swampgebiet jetzt nicht unbedingt vor Schönheit trotzt, ist es doch bewundernswert das sowas in der Welt exisitert.

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Wir hatten einen super Reiseführer, der das ganze Feeling richtig gut rübergebracht hat und die ganze Tour mit dem gewissen Grad an Sarkasmus geführt hat - gerade wenn Alligatoren “Scarface” und “Jumper” heißen ging einigemale ein Raunen durch die Menge ;)
Anschließend ging’s noch in eine Wildlifeshow. War interessant und das Adrenalin steigt wohl in jedem ein bisschen wenn ein Alligator einen Meter von dir entfernt sein Maul aufreißt und dich anstarrt… war echt gut!
Und zum krönenden Abschluss konnte ich auch noch einen kleinen, süßen Alligator in meinen Händen halten… dem kleinen süßen Alligator wurde allerdings zur Vorsicht mal ein Ring übers Maul gezogen da er - Zitat Reiseführer - “Fingerfood lecker findet” :D

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Am Nachmittag zurück in South Beach bin ich alleine noch in ein Museum das von internationalen Studenten geführt wird und alle 3 Monate die Ausstellung ändert. War auch interessant und hat sich auf alle Fälle gelohnt.
Spät abends ging’s dann wieder zurück nach Richmond, wo wir mit Regen und Kälte begrüßt wurden.

Das war also meine Woche… diese Woche ist alles etwas chaotisch und ich hoffe ich kann am Wochenende nochmal ein bisschen schreiben. Nachdem ich für die den Eintrag jetzt fast 3h gebraucht habe und somit meine frühe Nacht davongeschlichen ist will ich jetzt echt ins Bett.

Lieb euch

 

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